Jordan Henderson wird seiner Rolle als Liverpool-Kapitän einmal mehr gerecht: Wie englische Medien übereinstimmend berichten, hat der 30-Jährige eine Krisensitzung aller Premier-League-Kapitäne einberufen, um über die am Sonntag gegründete Super League zu sprechen.

Henderson, der aktuell an einer Leistenverletzung laboriert, möchte nichts unversucht lassen, um mit den 19 Anführern der restlichen Premier-League-Klubs gegen die Super-League-Pläne zu protestierten.

Unter den Kapitänen sind natürlich auch jene, dessen Klubs sich der neuen Eliteliga angeschlossen haben. Erwartet wird eine gemeinsame Antwort auf die gestrigen Geschehnisse und den daraus resultierenden weltweiten Widerstand.

Neben den Reds zählen aus England auch Manchester United, Manchester City, Arsenal, Chelsea und Tottenham zu den Gründungsmitgliedern. Henderson macht der Anhängerschaft nun nach und nahm das Heft in die Hand.

„Ich mag es kein bisschen“

Liverpools-Fans waren die ersten, die öffentlich gegen die Pläne der Fenway Sports Group protestierten. Im Zuge der losgetretenen Protestwelle werden am Samstag in Anfield beim Heimspiel gegen Newcastle United (13.30 Uhr) alle Fahnen und Banner im Stadion verschwinden, dies hat die Gruppierung „Spion Kop 1906“ bestätigt.

Bereits am Montagabend hatten Jürgen Klopp wie auch James Milner am Rande des Remis gegen Leeds United (1:1) ihre Abneigung gegenüber der ESL-Pläne gezeigt. So meinte Milner nach dem Spiel an der Elland Road: „Ich kann nur für mich sprechen und ich mag es kein bisschen und hoffe, dass es nicht passiert“, über der Mittelfeldspieler indirekte Kritik auf den Alleingang von Klubbesitzer John W. Henry und dessen Board. Weder Klopp, noch Mannschaft waren in die Entscheidungsprozesse involviert.

Nach Informationen der Daily Mail hatten die Spieler des Erzrivalen Manchester United am Montag eine Sitzung mit Geschäftsführer Ed Woodward. Darin sollen sie ihren Unmut darüber zum Ausdruck gebracht haben, nicht direkt vom Klub über die Entwicklungen informiert worden zu sein.