Laut Medienbericht soll Liverpool an einer Verpflichtung von Matheus Nunes interessiert sein. Scouts der Reds hätten sich bereits persönlich ein Bild vom zentralen Mittelfeldspieler von Sporting CP gemacht.

Mit der Nachricht, dass Thiago mindestens sechs Wochen pausieren muss, kam eine unvermeidliche Flut von Transferverbindungen mit Spielern, die Liverpool verstärken könnten. Konkret fiel der Name Matheus Nunes immer wieder.

Wie „The Atehtlic“ nun berichtet, soll die Personalie Nunes wieder aus der Schublade geholt worden sein. Der 23-Jährige portugiesische Nationalspieler besitzt bei den Hauptstädter jedoch noch ein Arbeitspapier bis Sommer 2026.

Neben Thiago fehlt Jürgen Klopp im Zentrum auch Curtis Jones sowie Alex Oxlade-Chamberlain, der noch länger ausfallen wird. Auch fehlt den Reds im Mittelfeld eine gewisse Kreativität, die weder Fabinho, noch Jordan Henderson oder James Milner mitbringen.

Von Fábio Carvalho (19) dürfen sich Fans noch keine großen Wundertaten erwarten, auch wenn das Potential like Philippe Coutinho zweifellos vorhanden ist.

Die finanzielle Kraft für Verstärkung wäre jedenfalls da, sonst hätten die Reds nicht ernsthaft um Aurélien Tchouaméni (ehemals AS Monaco) gebuhlt, der sich für 80 Millionen Euro letztlich Real Madrid angeschlossen hat.

Ernsthafte Option?

Das Interesse an Nicolò Barella (25/Inter) soll schon seit geraumer Zeit bestehen, allerdings ist ein Transfer in dieser Größenordnung nicht realisierbar und Jude Bellingham (Borussia 19/Dortmund) ist frühestens ab Sommer 2023 wieder ein heißes Thema. Die Spekulationen um Marcelo Brozović (29/Inter) sind eben nur wilde Spekulationen, denen man keine weitere Beachtung schenken sollte.

Nunes hingegen, der schon in der Vergangenheit mit Liverpool in Verbindung gebracht wurde, würde absolut ins Beuteschema von Cheftrainer Jürgen Klopp passen. Bei einer Ausstiegsklausel von 51 Millionen Pfund (umgerechnet 60 Millionen Euro) wäre ein Wechsel von Nunes nach Anfield wirtschaftlich tragbar.

Transfer sehr unwahrscheinlich

Allerdings sprach Klopp in den vergangenen Tagen immer wieder davon, nicht in Panik zu geraten. Ein Transfer „müsse auf lange Sicht Sinn machen“, erklärte der 55-Jährige.

Nunes würde zwar langfristig Sinn ergeben. Aber, da Sportdirektor Julian Ward vor Saisonbeginn keinen Ersatz für Milner, Oxlade-Chamberlain oder Naby Keïta (alle mit auslaufenden Verträgen) verpflichtet hat, gilt ein Transfer aus heutiger Sicht als unwahrscheinlich.

Die Tatsache, dass dahingehend nichts passiert ist, deutet darauf hin, dass Klopp und sein Trainerteam mit dem aktuellen Spielermaterial, trotz Verletzungsmisere, zufrieden sind. Selbst für Gini Wijnaldum, der einst zu PSG gewechselt war, wurde kein Ersatz geholt. Die Mission „Bellingham 2023“ dürfte oberste Priorität genießen.