Erstes Pflichtspiel in der neuen Saison für den englischen Pokalsieger. Im FA Community Shield (18.00 Uhr/live auf DAZN) treffen Jürgen Klopp und seine Reds als FA Cup-Sieger auf den englischen Meister Manchester City. Mit einem Sieg könnten die Reds im ersten Spiel gleich den ersten Titel der Saison einfahren.

Obwohl sich Liverpool noch mitten in der Saisonvorbereitung befindet, geht es angesichts der Fußballweltmeisterschaft im Winter in Katar (21. November 2022 – 18. Dezember 2022) und des vorverlegten Starts der Premier League, für die Reds um den ersten Saisontitel.

Traditionell wird das Duell zwischen dem amtierenden Meister und dem FA Cup-Sieger eine Woche vor dem Beginn der Meisterschaft ausgetragen. Wenn eine Mannschaft das Double gewinnt, spielt der Doublegewinner gegen den Zweiten der Liga.

Seit 2009 wird der Community Shield im Londoner Wembley Stadion ausgetragen. Doch angesichts der Frauen-Fußballweltmeisterschaft, wo am Wochenende das Endspiel zwischen England und Deutschland stattfindet, lautet der Spielort dieses Jahr das King Power Stadium in Leicester.

Erster Titel?

Auch wenn der englische Supercup nicht der prestigeträchtigste aller Wettbewerbe ist, wäre ein Triumph über den Ligakonkurrenten ein Booster für die Spielzeit 2022/23. Zudem fehlt der Supercup noch in der Trophäensammlung von Cheftrainer Jürgen Klopp. 

Liverpool hat den Community/Charity Shield im Laufe der Vereinsgeschichte 15 Mal gehisst, aber seit 2006 nicht mehr gewonnen. Der 55-Jährige Erfolgscoach brachte es in der Pressekonferenz treffend auf den Punkt: „Wenn du den Titel gewinnst, ist es ein sehr wichtiger Wettbewerb und wenn du verlierst, wird er weniger wichtig sein.“

„Ich hoffe, dass wir das am Samstag eine Leistung auf den Platz bringen können. Aber es wird natürlich wird es eine Herausforderung, nur 90 Minuten zu spielen. Ich bin mir nicht sicher, wie das Wetter in England ist, aber es kann auch heiß werden.“

Núñez und Haaland im Fokus

Ernsthafte Analysen sind während einer laufenden Saisonvorbereitung nicht seriös, wodurch die Tagesverfassung über Sieg und Niederlage entscheiden wird. Während Liverpool vier Testspiele am Buckel hat (zwei Siege, zwei Niederlagen), hat sich das Team von Pep Guardiola bisher nur zweimal mit anderen Teams gemessen. Zwei knappe Siege gegen Club América (2:1) und FC Bayern München (1:0).

Im Fokus werden sicherlich Liverpools Darwin Núñez (23) und Citys Erling Haaland (22) stehen. Von beiden Neuverpflichtungen wird eine Menge erwartet, sowohl medial als auch von den Fans. Beide Protagonisten sind im Angriff die Zukunft des jeweiligen Klubs.

191 Spiele haben Liverpool und Manchester City bislang gegeneinander bestritten. Die Bilanz zwischen den Klubs spricht dabei klar für die Reds: 92 Siegen für Liverpool stehen 48 City-Erfolgen und 51 Unentschieden gegenüber.

Die Partie wird von Craig Pawson geleitet, jener Schiedsrichter, den Klopp zuletzt öffentlich kritisierte. Der Grund der Kritik? Nach der 3:2-Niederlage gegen West Ham United im vergangenen November wurde den „Hammers“, nach einem klaren Foul an Alisson, ein irreguläres Tor zugesprochen. Klopp beschuldigte Pawson anschließend, sich hinter VAR „versteckt“ zu haben. „Nicht alle Schiedsrichter, aber er tut es“, sagte Klopp.

Team News

Der prominenteste Ausfall heißt Alisson Becker. Doch glücklicherweise hatte Jürgen Klopp auch gute Nachrichten zu verkündigen. Die Nummer eins wird zum Saisonstart der Premier League gegen Fulham wieder im Tor stehen. Adrián wird daher einmal mehr versuchen den Kasten sauber zu halten.

Neben dem Keeper wird auch Diogo Jota fehlen, der erst gar nicht ins Trainingslager nach Saalfelden mitgeflogen war. Wie lange der Portugiese den Reds fehlen wird, darüber gab Klopp keine Auskunft. Zu Jota gesellen sich auch Alex Oxlade-Chamberlain, Caoimhin Kelleher, Kaide Gordon und Calvin Ramsay.

Kostas Tsimikas stand am Mittwoch gegen RB Salzburg nicht zu Verfügung, da er aber am Donnerstag am Abschlusstraining teilnahm, ist ein Kaderplatz sehr wahrscheinlich.

City hat in diesem Sommer Raheem Sterling, Fernandinho, Gabriel Jesus und Oleksandr Zinchenko abgegeben und wird nun bis September auch ohne Aymeric Laporte auskommen müssen, da sich der Verteidiger einer Knieoperation unterzieht.


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