Mario Götze will nach seinem Wechsel zu Eintracht Frankfurt nicht allzu weit in die Zukunft denken. „Früher habe ich Pläne gemacht, was ich erreichen will, welche Stufe ich in einem oder in zwei Jahren erreicht haben will. Das gibt es jetzt nicht mehr. Ich konzentriere mich auf heute, den nächsten Tag und die Woche“, sagte der Weltmeister von 2014 in einem Interview der Sport Bild. Er gibt zu, Fehler in der Vergangenheit begangen zu haben.

Der Wechsel vom PSV Eindhoven zurück in die deutsche Fußball-Bundesliga nach Frankfurt sei „ein ganz wichtiger Schritt für mich, und es wird sicher eine spannende Lebensphase. Ich bin einfach happy, bei der Eintracht zu sein.“

Götze hatte vor seiner Zeit in den Niederlanden für Borussia Dortmund und den FC Bayern München gespielt. Seine Rückkehr zum BVB im Jahr 2016 sieht er heute kritisch: „Im Nachhinein muss man sagen: Liverpool wäre besser gewesen“, gibt Götze offen zu. Hintergrund ist, dass Jürgen Klopp – Götzes BVB-Trainer zwischen 2010 und 2013 – ihn 2016 zu den Reds nach Anfield locken wollte.

Liverpool unter seinen Ansprüchen

Stattdessen entschied sich der WM-Held für eine Rückkehr zu den Schwarz-Gelben, konnte dort allerdings nicht mehr an seine Leistungen seiner ersten Zeit anknüpfen. Der Glanz aus vergangenen Tagen verblasste. Schließlich wechselte 2020 in die Eredivisie nach Eindhoven.

Der 30-Jährige begründete die Absage mit seinen sportlichen Ambitionen: „Liverpool war in der ersten Saison unter Jürgen Achter geworden und hatte sich nicht für die Champions League qualifiziert.“

Er sei von Bayern gekommen und hätte nicht diesen Anspruch gehabt. „Dortmund hatte zuvor eine Top-Saison unter Thomas Tuchel gespielt. Der BVB war oben. Jürgen war noch dabei, etwas aufzubauen“, so Götze. Nun wagt er den Neustart in der Bundesliga bei der Eintracht.