Der Millionen-Poker des FC Bayern München um Liverpools Sadio Mané ist entschieden: Beide Vereine einigten sich am Mittwochnachmittag offiziell auf einen Transfer des Flügelflitzers. Damit endet die Ära des Senegalesen in Anfield nach sechs Jahren.

Der deutsche Rekordmeister zahlt den Berichten zufolge eine Ablösesumme von 32 Millionen Euro plus maximal neun Millionen Euro Bonuszahlungen für den 30-Jährigen. Der Nationalspieler hat einen Dreijahresvertrag bei den Münchnern unterzeichnet.

Mit Liverpool alles gewonnen

Mané wechselte 2016 von Southampton nach Liverpool. Cheftrainer Jürgen Klopp formte den Linksaußen mit Potential, der auch im Zentrum eingesetzt werden kann, zu einem Weltstar. Der verletzungsfreie Afrika-Cup-Sieger bestritt für die Reds insgesamt 269 Pflichtspiele und erzielte dabei 120 Treffer (48 Assists).

Mit Liverpool gewann er die englische Meisterschaft, die UEFA Champions League, den UEFA Supercup, FA Cup und Ligapokal. Außerdem krönte er sich zum FIFA-Klub-Weltmeister. Er trug sich zweifellos als Legende in die Geschichtsbücher des Klubs ein. Der Abgang hinterlässt dennoch einen bitteren Nachgeschmack – für beide Seiten. Das liebe Geld hat dabei eine wesentliche Rolle gespielt.

Reds wissen sich zu helfen

Durch den Wechsel in die bayrische Landeshauptstadt zerbricht die einst gefürchtete „Fab Three“ aus Mané, Mo Salah und Bobby Firmino. Doch die Reds haben mit Luis Díaz und 75-Millionen-Mann Darwin Núñez längst vorgesorgt und der Offensive nochmal ein Upgrade verpasst. Sportlich wird man Mané im Nordosten Englands nicht lange hinterhertrauern, so viel ist sicher.

Au revoir, Sadio!