Der letzte Akt dieser phänomenalen Saison und der hat es in sich! Im Finale der Champions League treffen die Reds auf den Rekord-Titelträger aus Spanien, Real Madrid (28.5., 21.00 Uhr – live auf Sky bzw. DAZN und im Free-TV). Nach den beiden nationalen Pokalwettbewerben schielt Jürgen Klopp natürlich auf das Treble, mit Carlo Ancelotti steht im aber ein harter Gegner gegenüber.

Weniger als eine Woche nach dem herzzerreißenden Finale der Premier League könnte Liverpool wieder für Jubelstimmung sorgen, indem man den siebten Champions League Titel der Vereinsgeschichte einfährt.

Ein würdiger Abschluss einer historischen Saison

Das letzte Pflichtspiel dieser teilweise verrückten Saison ist gleichzeitig wahrscheinlich eines der wichtigsten. In Saisonspiel 63 (!) hat Liverpool im Pariser Stade de France mit dem 13-fachen Titelträger Real Madrid aber ein mehr als ebenbürtiger Gegner vor der Brust. Die Madrilenen qualifizierten sich in dramatischer Manier für dieses Finale und wollen natürlich nun auch den Titel holen!

Für die Reds bietet sich damit die Chance auf Revanche für das verlorene Endspiel vor 4 Jahren in Kiev, als die damals noch krassen Außenseiter aus Liverpool mit 1:3 unter die Räder kamen. Nun hat sich das Blatt aber gewendet und bei den Buchmachern ist Jürgen Klopps Truppe sogar Favorit! „Los Blancos“ aus Madrid haben jedoch in Champions League Finals eine beeindruckende Siegquote und haben zuletzt 1981 ein solches Finale (damals noch Pokal der Landesmeister) verloren. Wo und gegen wen? In Paris … gegen Liverpool!

Mittelfeld als Schlüssel zum Erfolg

Die beiden Teams standen sich zuletzt vor etwas mehr als einem Jahr im Viertelfinale der Champions League gegenüber, damals setzten sich die Spanier mit einem Gesamtscore von 3:1 durch. Man kann das Liverpool von damals jedoch nicht mit der Mannschaft von heuer vergleichen, es war dies die Zeit der extremsten Verletzungsausfälle mit Nat Phillips und Rhys Williams in der Innenverteidigung.

Nichtsdestotrotz war Liverpool damals knapper am Aufstieg als das Ergebnis erahnen lässt. Im Hinspiel machte man einige unnötige individuelle Fehler und im Rückspiel betrieb man den gewohnten Chancenwucher. Mit einem nahezu kompletten Kader sollte also heuer auch etwas möglich sein!

Was in diesem Finale keine Rolle spielen sollte ist die Nervosität der beiden Teams. Captain Jordan Henderson führt als erster englischer Captain sein Team zum dritten Mal in einem Champions League Finale aufs Feld. Für Modric und Co. ist ein Champions League Finale auch nichts wirklich besonderes mehr. Es sollten also beide Teams in der Lage sein, ihren besten Fußball abzurufen.

Ähnlich wie im vorigen Jahr wird die Hoheit im Mittelfeld dieses Spiel wahrscheinlich entscheiden. Wenn man sie lässt, können Modric, Kroos und Casemiro trotz gehobenen Alters immer noch jeden Gegner dieser Welt filettieren. Man frage nur mal bei PSG nach… Doch das Mittelfeld Liverpools steht ihnen um nichts nach, die wiedergenesenen Thiago und Fabinho werden gemeinsam mit Henderson alles daran setzen den drei Veteranen aus Madrid das Leben schwer zu machen und sie gar nicht erst zur Entfaltung kommen zu lassen!

Team News

Klopp hofft, dass Thiago Alcantara und Fabinho für das Champions-League-Finale am Samstag gegen Real Madrid zur Auswahl stehen werden.

Das Duo hat diese Woche nach Muskelproblemen das volle Training wieder aufgenommen und gehörte zum Kader der Reds, die am Freitagnachmittag im Stade de France trainierten.

Jürgen Klopp sagte auf seiner Pressekonferenz vor dem Spiel in Paris: „Sieht gut aus für beide.

„Fabinho hat ganz normal trainiert. Thiago hat gestern mit der Mannschaft trainiert, wird heute trainieren und von dort aus geht es weiter.“ Ebenso ist Joe Gomez wieder ins Training zurückgekehrt.

Der Bosswurde während seiner Vorschau mit den Medien gefragt, ob er erwägen würde, den Gegner mit einer personellen oder taktischen Änderung zu „überraschen“.

„Ich glaube, wenn man immer das Richtige tut, dann ist es auch im Finale das Richtige. Aber es muss auf dem höchstmöglichen Niveau sein“, antwortete er.

„Wir haben diese Saison natürlich einige wirklich, wirklich gute Sachen gespielt, wir sind nicht überraschend hier oder wir haben ein Ticket oder so etwas bekommen – wir haben es auch verdient. Also wäre es cool, auf höchstem Niveau zu sein. Wenn wir das könnten, dann sind wir, wie gesagt, ein wirklich unbequemer Gegner. Ein wirklich unbequemer Gegner. Das müssen wir sein.“

Real traf am Donnerstag in Frankreich ein und hatte einen 26-köpfigen Kader für die Reise benannt.

David Alaba wird wahrscheinlich wieder zurückkehren, nachdem er wegen eines Problems mit den Adduktoren aussetzen musste.

Carlo Ancelotti gab während seiner Pressekonferenz bekannt, dass er sich bereits für seine Startelf entschieden hat, dies aber noch nicht seinem Team mitgeteilt hat.

„Wir müssen ein Spiel spielen, in dem wir unsere Qualitäten zeigen“, sagte Ancelotti. „Wir müssen alles zeigen, was wir in dieser Saison gezeigt haben. Die Mannschaft war in dieser Saison zeitweise sowohl kollektiv als auch individuell großartig, der gesamte Kader war großartig.“

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