Liverpool hat erstmals seit 15 Jahren wieder den englischen FA Cup gewonnen und so die Chance auf historische vier Titel innerhalb einer Saison gewahrt. Die Mannschaft von Trainer Jürgen Klopp entschied das Pokalfinale gegen Chelsea mit 6:5 im Elfmeterschießen. Die Blues hingegen scheiterten zum dritten Mal hintereinander im FA-Cup-Endspiel.

Liverpool-Torwart Alisson Becker wurde im Londoner Wembley zum Helden. Der Brasilianer hielt den Schuss von Mason Mount, bevor der eingewechselte Konstantinos Tsimikas den entscheidenden Elfer für die Reds verwandelte und Klopp und die Fans ausgelassen jubeln ließ.

Salah muss verletzt runter

Bei Sonnenschein im Nordwesten Londons war den Teams zuvor anzumerken, dass sich die Fußballsaison, in der beide unzählige Spiele absolviert haben, ihrem Ende nähert. Sowohl Chelsea als auch den Reds fehlte es im Abschluss an Präzision. Bei den Reds musste obendrein Superstar Mohamed Salah nach rund 30 Minuten angeschlagen den Platz verlassen.

Anders als im Endspiel des Ligapokals verzichtete Chelsea-Coach Thomas Tuchel darauf, Kepa für Stammkeeper Edouard Mendy für das Elfern einzuwechseln. Chelseas César Azpilicueta traf nur den Pfosten. Auf der anderen Seite verpasste Sadio Mané die erste Chance zum Triumph für Liverpool, als er den Ball direkt in die Arme seines senegalesischen Nationalmannschaftskollegen Mendy schoss.

Klopp schreibt Geschichte

Es ist das erste Mal, dass Klopp den Wettbewerb mit seiner Mannschaft gewinnt. Der 54-Jährige ist außerdem der erste deutsche Trainer, dem das in England gelingt. Zuvor hatte Liverpool in dieser Saison schon den Ligapokal gewonnen, nachdem sich das Team im Finale ebenfalls im Elfmeterschießen knapp gegen Chelsea (11:10) durchgesetzt hatte.