Weniger als eine Woche nach dem letzten Duell treffen Manchester City und Liverpool im FA Cup Halbfinale wieder aufeinander (16.4., 16.30 Uhr – live auf DAZN). Das Duell im Etihad am Sonntag brachte trotz eines hochklassigen Spieles keinen Sieger hervor, dieser Ausgang ist im Wembley diesmal aber nicht möglich. Es wird einen Sieger und Aufsteiger ins Finale geben!

Die Einordnung des Spiels vom Sonntag ist auch mit einigem Abstand noch immer schwierig, City war eindeutig das bessere Team. Konnte Liverpool jedoch auch mit dieser Topleistung nicht besiegen.

Beide Teams im Halbfinale der CL

Im Gegensatz zu Manchester City kamen die Reds unter der Woche mit relativ wenig Aufwand ins Halbfinale der Champions League. Liverpool hatte aus dem Hinspiel einen 3:1 Vorsprung, den Klopp auch nutzte um doch relativ stark zu rotieren und den Ergänzungsspielern in dieser schwierigen Phase Spielpraxis zu geben. Im Großen und Ganzen klappte das auch sehr gut, der 3:3 Endstand schmeichelte den Portugiesen am Ende ein wenig.

Im Vergleich dazu hatte Manchester City wie erwartet mit Atlético mehr zu kämpfen und plagte sich zu einem 0:0, was am Ende aber reichte. Und nur darum geht’s! City hat in diesem Spiel aber einerseits im Gegensatz zu Liverpool mit der Startelf auflaufen müssen, andererseits war das Spiel an sich auch anstrengender und nervenaufreibender. Mit Sicherheit ein Vorteil für Liverpool am Samstag.

Liverpool erreichte damit unter Klopp bereits zum dritten Mal das Halbfinale der Champions League. Auch wenn man dazu neigt, sich an diese Erfolge zu gewöhnen, sollte man diese Errungenschaft zu jeder Zeit wertschätzen und es einfach genießen. Es ist diese Saison überhaupt das erste Mal in der glorreichen Geschichte der Reds, dass man in den beiden nationalen Pokalwettbewerben und in der Champions League das Halbfinale erreichen konnte. Wir erleben unter Jürgen wieder einmal Historisches. „I’m so glad, that Jürgen is a Red!“

City wiederum Favorit

Bei den Buchmachern ist City leichter Favorit, ohne den Vorteil eines Heimspiels im Etihad könnte das Spiel aber sogar noch ausgeglichener werden als am Sonntag. Wie wir die Fans der Reds kennen wird das Wembley Stadium wahrscheinlich wieder eine Tendenz zu Rot haben und eventuell könnte das für Liverpool ein kleiner Vorteil sein.

An der taktischen Grundausrichtung beider Teams wird sich wahrscheinlich nicht allzu viel ändern, so ein furioser Sturmlauf Citys wie zu Beginn des Spiels am Sonntag ist allerdings angesichts der Champions League Spiele nicht zu erwarten. Es ist aber zu erwarten, dass Pep wieder auf die üblichen Mittel zurückgreifen wird um auf den Flügeln durchzubrechen. Doch wie wir am Sonntag gesehen haben, scheut Pep sich wenn es um alles geht auch nicht vor einem „burnley-esquen“ Spielstil mit weiten Bällen über die hoch stehende Abwehr der Reds!

Es ist jedoch nicht zu erwarten, dass Klopp deshalb von seinem bewährten System mit der kriminell hoch stehenden Abwehr abweichen wird. Dafür ist diese Saison bislang zu erfolgreich gelaufen, um jetzt in den entscheidenden Spielen das taktische Konzept über Bord zu werfen. Im Endeffekt muss nur Fabinho einen etwas besseren Tag als am Sonntag erwischen um das Zentrum vor der Abwehr besser zu halten und De Bruyne und Co. von den gefährlichen Bällen in die Tiefe abzuhalten.

Team News

An der Verletzungsfront sieht es weiterhin gut aus, einziges kleines Fragezeichen ist Diogo Jota.

Der portugiesische Nationalspieler erlitt beim Champions League Spiel am Mittwochabend gegen Benfica einen Schlag und muss noch untersucht werden, um über seine Verfügbarkeit für Manchester City am Samstag im Wembley-Stadion zu entscheiden.

Auf die Frage nach einem Fitness-Update des Kaders bei seiner Pressekonferenz vor dem Spiel sagte Jürgen Klopp: „Ich habe gestern Abend gesagt, dass Diogo einen Schlag bekommen hat – das ist direkt nach dem Spiel leicht angeschwollen, offensichtlich während ich in der Pressekonferenz war.

„Diogo, gute Chancen, dass es ihm gut geht, aber wir müssen morgen genauer hinsehen. Das ist es.“

Bei Manchester City sind nach der Schlacht gegen Atlético am Mittwoch Kevin de Bruyne und Kyle Walker fraglich.

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