Liverpool-Cheftrainer Jürgen Klopp hat den russischen Angriff auf die Ukraine scharf verurteilt. Nach dem Gewinn des Ligapokals im Londoner Wembley mahnte der 54-Jährige zu Solidarität.

„Ich bin fast 55 Jahre alt. Es übersteigt mein Verständnis, wie ein Erwachsener die ganze Welt in so eine Situation bringen kann – und vor allem natürlich die Ukraine“, sagte der Erfolgstrainer der Reds dem norwegischen TV-Sender Viaplay Sport.

Liverpool gewann am Sonntagabend gegen Chelsea nach torlosen 120 Minuten im Elfer-Drama (11:10) den neunten Ligapokal der Vereinsgeschichte. Doch die Freude währte bei Klopp nur kurz, der an den aktuellen Krieg im Osten Europas erinnerte.

„Konflikt schwer zu ertragen“

„Er kenne so viele Ukrainer und Russen. Es geht natürlich nicht um diese Leute, sondern um den Krieg eines wirklich bösen Mannes“, sagte Klopp bezogen auf Russlands Präsident Wladimir Putin. „Wir müssen Solidarität zeigen, echte Solidarität.“

Einige seiner früheren Spieler seien wahrscheinlich im Krieg. „Ich weiß es nicht genau, sie sind direkt zurück in ihr Heimatland gefahren“, sagte Klopp über seine ehemaligen Weggefährten bei Mainz 05 und Borussia Dortmund. Das alles sei „schwer zu ertragen. Seit das Ganze vor zwei, drei Tagen begonnen hat, sind wir alle nur noch am Handy.“

„Es sieht nicht so aus, als ob wir ihn stoppen können, aber wir können ihm mehr Probleme machen, als er erwartet hätte. Und vielleicht hilft das den Menschen in der Ukraine“, ergänzte der Meistermacher abschließend.