Zwei Monate nach dem Tod von Roger Hunt beklagt Liverpool den nächsten Verlust einer Vereinslegende. Raymond „Ray“ Kennedy ist im Alter von 70 Jahren verstorben.

Wie der Klub am Dienstag bekanntgab, hat Kennedy den Kampf gegen die Parkinson-Krankheit verloren. Der ehemalige englische Nationalspieler lief zwischen 1974 und 1982 für Liverpool auf. Kennedy absolvierte insgesamt 369 Pflichtspiele für Liverpool. In diesen erzielte der linke Mittelfeldspieler 67 Tore und bereitete weitere 31 vor.

Bevor er sich den Reds anschloss spielte er jahrelang für Arsenal (1969 bis 1974), wo er ebenfalls nationale Erfolge feiern konnte. Mit Liverpool gelang dem Briten letztlich auch der internationale Durchbruch. So gewann er mit dem Klub unter anderem 1977, 1978 und 1981 den Europapokal der Landesmeister, 1976 den UEFA-Pokal, sechsmal die englische Meisterschaft und 1977 den europäischen Supercup.

Parkinson im Fokus

Kennedy widmete sich nach seinem Karrierende fortan hauptsächlich dem Ziel, das Bewusstsein für die Parkinson-Krankheit in der Öffentlichkeit zu vergrößern und sich zugunsten der Finanzierung von Forschung und Entwicklung sowie der Behandlung von Parkinson-Patient:innen einzusetzen. Unter anderem traten zu diesem Zweck auch seine ehemaligen Vereine Arsenal und der LFC 1991 zu einem Benefizspiel gegeneinander an.

Bis zu seinem Tod Ende November 2021 lebte Kennedy zurückgezogen in seinem Haus, wobei die Krankheit seine Mobilität stark eingeschränkt hat. Hinzu kamen finanzielle Rückschläge, durch die er zum Verkauf von ihm gewonnener Medaillen gezwungen wurde.

You‘ll Never Walk Alone