Der Vorsitzende der Fenway Sports Group, Tom Werner, hat Pläne von Nike bestätigt, wonach es zu einer Collaboration zwischen Liverpool und NBA-Superstar LeBron James (Los Angeles Lakers) kommen wird.

Konkret soll eine eigene Kollektion auf den Markt kommen, um mit der weltbekannten Air Jordan-Modelinie zu „konkurrieren“.

Erst im vergangenen April wurde der zukünftige „Hall of Famer“ Partner der Reds. Die Investmentfirma RedBird Capital, die James mitbesitzt erwarb Anteile für 735 Millionen US-Dollar und stieg damit zum drittgrößten Anteilseigner der in Boston ansässigen globalen Sport-, Unterhaltungs- und Immobilienplattform FSG auf.

Nach dem Abgang Liverpools von Ausrüster New Balance zum weltweit größten Sportartikelhersteller Nike, gab es viele Spekulationen, wann es zu einer Ausweitung der weltweiten Attraktivität zwischen Verein, Ausrüster und dem 36-Jährigen Basketballer kommen wird. Nun ist es offiziell, wie Werner im Interview mit dem Boston Globe bekannt gab.

Auf den Spuren von PSG

„Wir kreieren eine Produktlinie mit LeBron und Liverpool“, erklärte er. „Nike entwickelt aktuell sieben oder acht Produkte, die LeBron mit Fußball verbinden. Ich kenne noch keine Einzelheiten, aber mit den Produkten wollen wir mit Air Jordan konkurrieren.“

Gemeint ist damit die Zusammenarbeit zwischen dem besten Basketballer aller Zeiten Michael Jordan und Paris St. Germain. Die Collab zwischen Air Jordan und den Parisern begann im Jahr 2018 und entwickelte sich zu einem globalen Kassenschläger. Das „Air Jordan“ Logo schmückt seither die Trikots der Hauptstädter.

Ob Liverpool und James einen ähnlichen Weg einschlagen, bleibt abzuwarten. Die gleiche Strahlkraft hätte es folglich nicht. Wahrscheinlicher ist, dass parallel dazu eine separate Produktpalette auf den Markt kommt.

Bereits im April behauptete Werner, dass James für Marketingzwecke im vollen Umfang zur Verfügung stehen würde. Aus dem angekündigten LFC-Merchandise durch US-Rapper Drake und Tennisspielerin Serena Williams kam es bisher nicht.

Vor zehn Jahren einigte sich James mit der FSG auf einen Marketing-Deal, der eine zweiprozentige Beteiligung an Liverpool beinhaltete. Inzwischen ist er der erste aktive NBA-Milliardär.