Weiter geht’s in der Champions League. Am 3. Spieltag der Gruppenphase treffen die Reds im Wanda Metropolitano auf den spanischen Meister Atlético Madrid (19.10., 21:00 Uhr – live auf Sky bzw. DAZN). Nach dem souveränen Sieg in Porto könnte Liverpool in Madrid auch mit einem Unentschieden gut leben, wie wir Klopp und seine Reds kennen werden sie aber auch dort gewinnen wollen!

Bei der Rückkehr an den Ort des Champions League Triumphes 2019 haben die Reds nach dem guten Start in die Champions League Saison alle Trümpfe selbst in der Hand. Auch die Gastgeber aus Madrid sind dank eines späten Siegestreffers in Mailand gut gestartet und rangieren mit vier Punkten auf Platz zwei der Gruppe B.

Galavorstellung gegen Watford

Der Auftritt der Reds an der Vicarage Road am Wochenende erinnerte doch schon sehr stark an die Meistersaison 2020. Eine sichere Defensive, die nichts anbrennen ließ, und das trotz des Fehlens von Fabinho und Alisson Becker. Mit einem Virgil van Dijk, der sich schön langsam wieder seiner Bestform annähert. Daneben ein Joel Matip der, wenn er fit ist, sowieso immer in Bestform ist.

Diese solide Abwehr bildet die Basis für die Feuerwerke, die die Front Three derzeit regelmäßig abbrennen. Und das könnte sogar ein Argument sein, warum Liverpool derzeit sogar etwas gefährlicher wirkt als in der Meistersaison. Damals war man zwar defensiv auch stabil und wusste genau, dass bei einer Führung der Sieg bereits so gut wie sicher sei. Die Offensive wirkte aber teilweise nicht so flüssig wie heuer, besonders im Frühjahr der Meistersaison ging der Offensive etwas die Puste gegen tiefstehende Gegner aus.

Und kaum ein Spiel war sinnbildlicher dafür als das Rückspiel im Champions League Achtelfinale damals, was uns direkt zum nächsten Gegner bringt: Atlético Madrid!

Atlético Liverpools Kryptonit?

Der spanische Meister zeigte den Reds in den letzten beiden Duellen die Grenzen auf. Mit disziplinierter Abwehrarbeit und einem speziell in Anfield überragenden Oblak zogen die „Colchoneros“ Liverpool damals den letzten Nerv und brachten die Offensive zum verzweifeln. Wenn ein Team ein Spiel komplett zerstören kann und 90 Minuten die Uhr runter spielen ohne jegliche Ambitionen das Spiel zu machen, dann ist es Atlético.

Doch eines darf man nicht vergessen: Auch im Achtelfinale damals wäre Liverpool mit Alisson Becker zwischen den Pfosten höchstwahrscheinlich schlussendlich verdient aufgestiegen. Gerade als Anfield nach dem 2:0 durch Bobby Firmino so richtig kochte zogen zwei Schnitzer von Adrian den Stecker.

Die Frage wird sein, ob Klopp in Madrid unbedingt gewinnen will oder ob er entgegen seinem Naturell etwas defensiver antreten wird. Simeone würde ein 0:0 auch vor heimischem Publikum mit Sicherheit kaufen, als Atlético Fan erwartet man ohnehin keine Offensivspektakel. Und auch Liverpool könnte mit einem Unentschieden gut leben, sieben Punkte nach drei Spielen wären kein Beinbruch.

Team News

Liverpool wird Alisson Becker und Fabinho wieder im Kader des Champions-League-Spiel am Dienstagabend gegen Atletico Madrid begrüßen dürfen.

Die brasilianischen Nationalspieler verpassten den 5:0-Sieg des Wochenendes in Watford, als sie direkt nach Spanien flogen, nachdem sie noch in den frühen Morgenstunden des Freitags zum Kader ihrer Nationalmannschaft gehört hatten.

Beide werden Jürgen Klopp jedoch für das dritte Duell der Reds in der Gruppe B zur Verfügung stehen, in dem sie im Estadio Metropolitano auf La Liga-Meister Atletico treffen.

Curtis Jones hat die Reise nach Madrid jedoch nicht angetreten, der Mittelfeldspieler bleibt stattdessen an der Merseyside, um seine Fitness aufzubauen, nachdem er mit einer leichten Verletzung bereits das Spiel gegen Watford verpasst hatte.

„Curtis war leider nur beim Aufwärmen bei uns und wird hier in Liverpool sein, um hoffentlich die letzten Schritte zu einem vollständigen Training zu machen“, sagte der Trainer auf seiner Pressekonferenz vor dem Spiel.

„Heute hat er sich nur aufgewärmt und dann seine Sachen gemacht, aber immer noch individuelles Training und wir haben beschlossen, ihn hier zu lassen, um das fortzusetzen. Und dann ist er hoffentlich bereit für United.“

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