Nach dem Aus in der Champions League gegen Real Madrid herrscht in Liverpool Enttäuschung. Vor allem im gestrigen Viertelfinal-Rückspiel wäre mehr drin gewesen, wie auch Trainer Jürgen Klopp richtig erkannte. Besonders die Megachance durch Mohamed Salah in der zweiten Spielminute beschäftigte den deutschen Fußball-Lehrer auch nach Schlusspfiff.

„Grundsätzlich war es eine gute Leistung meiner Mannschaft. Wir waren aggressiv, haben es probiert, das war total okay. Aber du brauchst diese Schlüsselmomente. Es ist schade, dass wir die erste Chance nicht machen, dann läuft es vielleicht anders“, analysierte Klopp nach der Partie bei DAZN.

„Mo Salah macht den normalerweise mit verbundenen Augen. Aber mit dem Abschluss haben wir in dieser Saison schon häufiger Probleme gehabt. Daran müssen wir arbeiten. Real hat es am Ende mit all seiner Erfahrung runtergespielt. Wir sind nicht heute ausgeschieden, sondern im Hinspiel“, haderte er einmal mehr mit der mangelnden Chancenauswertung.

Klopp übt Selbstkritik

Die Chancenauswertung der Reds gegen die Madrilenen war schlicht katastrophal. So blieben auch Gini Wijnaldum, Sadio Mané und Diogo Jota unter ihren Möglichkeiten. Liverpool scheiterte letztlich an der eigenen Inkonsequenz. Auch die Durchschlagskraft fehlte am Mittwochabend in Anfield vor leeren Rängen gegen Real.

Klopp übte aber auch Selbstkritik und begründete seinen Doppelwechsel mit Thiago Alcántara und Jota. „Wir wollten frische Beine“. Für das Duo mussten Vizekapitän James Milner im Zentrum und Innenverteidiger Ozan Kabak weichen. „Aber ab da sind wir nicht mehr so gut durchgekommen. Die Wechsel waren vom Timing vielleicht nicht ganz richtig“, räumte der 53-Jährige ein.

Der Fokus liegt nun einzig und allein der Premier League. Mit der Leistung gegen die „Königlichen“ und einer besseren Chancenauswertung, ist die neuerliche Qualifikation für die kommende Champions-League-Saison ein Muss. Der noch amtierende Meister liegt aktuell auf Platz sechs, aber nur drei Zähler hinter dem rettenden vierten Platz.