Der Vater von LFC-Keeper Alisson Becker verunglückte am Mittwoch beim Schwimmen in einem See in Lavras do Sul in Brasilien tödlich, teilte die örtliche Polizei mit. José Agostinho Becker (57) wurde zuvor stundenlang als vermisst gemeldet.

Becker wurde gegen 17 Uhr Ortszeit als vermisst gemeldet, Suchtrupps aus Polizei und Feuerwehr rückten aus, suchten jedoch vergeblich. Um 23.59 Uhr Ortszeit soll dann die traurige Nachricht Gewissheit geworden sein: Ein Freund und Angestellter des Familienbesitzes fand die Leiche in der Nähe des Grundstückes. Ein Fremdverschulden soll nicht vorliegen, wie ESPN Brazil berichtet.

Der Einfluss des Vaters auf seine Söhne Alisson (28) und Muriel war laut Familie enorm, auch auf die sportliche Laufbahn. Alisson schaffte den Durchbruch in Europa und wurde im Jahr 2019 sogar zum Welttorhüter gewählt, der fünfeinhalb Jahre ältere Muriel spielte ausschließlich in Brasilien, aktuell bei Fluminense.

José blieb eine Profikarriere verwehrt, er hütete als Amateur-Torhüter bei verschiedenen Teams in der Stadt Rio Grande do Sul den Kasten. Der brasilianische Erstligist, Internacional, wo beide Söhne einst spielten, sprach bereits sein Beileid aus.

„Mit großer Trauer haben wir die Nachricht vom Tod von José Agostinho Becker erhalten, dem Vater unserer ehemaligen Torhüter Alisson und Muriel“, twitterte der Verein. „Wir wünschen der Familie und Freunden in dieser schweren Zeit viel Kraft.“

Auch Klopp musste schmerzliche Erfahrung machen

Liverpool hat zum tragischen Tod bisher noch nicht geäußert. Ob Alisson überhaupt bei der Beerdigung dabei sein kann, ist ungewiss. Angesichts der brasilianischen Corona-Mutation P.1 hat die britische Regierung ein Einreiseverbot für Ankömmlinge aus Brasilien bzw. Südamerika verhängt.

Auch Cheftrainer Jürgen Klopp konnte nach dem Ableben seiner Mutter Elisabeth vor mehr als 14 Tagen nicht persönlich Abschied nehmen. Großbritannien zählt wegen der als besonders ansteckend eingestuften Coronavirus-Mutation (B.1.1.7) als Hochrisikoland, aus dem eine Einreise nach Deutschland zumindest bis 17. Februar 2021 untersagt war.