Das Champions-League-Achtelfinal-Hinspiel zwischen RB Leipzig und Liverpool wird nicht wie geplant am 16. Februar 2021 in der RB Arena stattfinden. Die am Montag von RB Leipzig beantragte Ausnahmegenehmigung für die Einreise der Reds wurde abgelehnt, wie eine Sprecherin des Bundesinnenministeriums (BMI) am Donnerstagabend der Deutsche Presse-Agentur (dpa) erklärte.

Das BMI erklärte, dass es nach wie vor „keine Sonderregelung für Profisportler” gebe. Die Behörden bleiben also trotz der Intervention von DFB, UEFA und RasenBallsport Leipzig knallhart.

Weiter sagte eine BMI-Sprecherin: „Das Bundesinnenministerium und das Bundespolizeipräsidium arbeiten eng zusammen, um die Maßnahmen gegen eine Verbreitung des Coronavirus wirksam durchsetzen zu können.”

Hintergrund ist eine mindestens bis zum 17. Februar 2021 geltende bundesweite Einreisesperre für Menschen aus Corona-Mutationsgebieten – Großbritannien gehört dazu. Die Verordnung sieht nur wenige Ausnahmen vor, etwa für Personen, die ihren Hauptwohnsitz in Deutschland haben oder den Warenverkehr.

Profisportler auf Wettkampfreise gehören ausdrücklich nicht dazu. Darauf hatte das Ministerium bereits zu Wochenbeginn hingewiesen. Die UEFA-Regularien zwangen RB als gastgebenden Verein dennoch dazu, sich um eine Ausnahme zu bemühen, auch wenn für deren Erteilung die Rechtsgrundlage fehlt.

Liverpool bleibt hart – Salzburg könnte aushelfen

Leipzig muss jetzt eine Ausweichspielstätte nennen. Dafür haben die Verantwortlichen laut UEFA-Regularien bis zum 8. Februar 2021, also kommenden Montag, Zeit. Die Spielstätte muss sich in einem Mitgliedsland der UEFA befinden. Die Austragung der „Heimpartie“ soll in Salzburg, London oder Budapest über die Bühne gehen. Die Option, Heim- und Auswärtsrecht zu tauschen, soll Liverpool abgelehnt haben. Das Rückspiel in Anfield ist für den 10. März 2021 (21.00 Uhr) angesetzt.