Die Reds haben nicht nur all ihre Youngster langfristig an den Klub gebunden, sondern auch mit allen Schlüsselspielern vorzeitig verlängert. Die einzige vertragstechnische Baustelle bleibt Gini Wijnaldum. Die Verhandlungsgespräche sind zuletzt ins Stocken geraten. Jetzt dürfte klar sein, warum.

Nach der 8:2-Vernichtung Barcelonas gegen den FC Bayern München und der daraus resultierenden Entlassung von Trainer Quique Setién, ist Roland Koeman der neue designierter Cheftrainer der Katalanen. Mit dem ehemaligen Bondscoach soll der Umbruch eingeleitet werden.

Der ehemalige Libero mit Barca-Vergangenheit soll die „Blaugranes“ aus der Krise führen. Mit der Präsentation Koemans begannen – wie gewohnt – auch etliche Gerüchte. Wer muss gehen, wer kommt? Dabei häuften sich Spekulationen, dass der 53-Jährige vermehrt beim „The Holland Job“ auf Landlseute setzen will, dabei steht vor allem Wijnaldum im Fokus.

In der niederländischen Nationalmannschaft erwies sich der Mittelfeldakteur stets als Leistungsträger, und auch die Zusammenarbeit mit dem erfolglosen Ex-Everton-Übungsleiter selbst, war dabei außerordentlich. Durch die noch immer unklare Vertragssituation bei den Reds, liegt es nahe, dass Wijmaldum im vorletzten Vertragsjahr möglicherweise eine neue Herausforderung sucht.

Alles nur Taktik?

Ein Grund dafür könnte Koeman selbst sein, der seinen Schützling dazu angehalten hat sein bis Sommer 2021 gültiges Arbeitspapier nicht zu verlängern. Wie die Zeitung Algemeen Dagblad aus dem Umfeld des Spielers erfahren haben will, habe Koeman ihn zuletzt dazu geraten, die Verantwortlichen aus Liverpool weiterhin im Unklaren zu lassen.

Mit Liverpool gewann Wijnaldum nicht nur die Champions League, sondern auch die englische Meisterschaft. Mit 29 Jahren wäre die La Liga nicht nur eine neue Competition, sondern auch der letzte lukrative Vertrag.

Da noch einige Spieler den Verein verlassen sollen, wäre theoretisch im Mittelfeld neben Frenkie de Jong ein Spot frei. „Wenn Entscheidungen getroffen werden müssen, dann werden wir das auch tun. Wir haben seit letztem Wochenende darüber diskutiert. Ich will hier aber keine Namen nennen“, bestätigte Koeman.

Zuletzt berichtete der Liverpool Echo, dass Wijnaldum über seinen Berater zu hohe Vertragsforderungen an Liverpool gestellt habe. Darunter ein wöchentliches Salär, das umgerechnet bei 220.000 Euro liegen soll.

Es liegt daher auf der Hand, dass sich Jürgen Klopp und Sportdirektor Michael Edwards seit geraumer Zeit nach einem Nachfolger umsehen. Dieser soll niemand geringerer als Thiago Alcantara vom FC Bayern sein.

Klopp und Spieler sollen sich bereits einig sein, Knackpunkt bleibt die Ablösesumme. Liverpool könnte dahingehend nun auch Kapital daraus schlagen und vorzeitig verkaufen, um Wijnaldum im Folgejahr nicht ablösefrei ziehen zu lassen.