Nach einer 30-Jährigen Durstrecke und dem daraus resultierenden Titelgewinn in der Premier League, möchte Mohamed Salah noch für eine sehr lange Zeit an der Anfield Road bleiben.

„Ich kann meine Gefühle schwer in Worte fassen, nachdem wir die Liga nach 30 Jahren gewonnen haben“, sagte Salah im Interview mit beIN SPORTS. „Ich genieße die Atmosphäre hier. Ich liebe diesen Ort und hoffe, für eine lange Zeit hier in Liverpool zu bleiben. Die Atmosphäre hier ist anders als an jedem anderen Ort.“

Der Ägypter will Liverpool nicht nur erhalten bleiben, sondern auch „mehr erreichen“. Mit dem Titel in Englands höchster Spielklasse, der UEFA Champions League, dem UEFA Super Cup sowie der FIFA-Klub-Weltmeisterschaft, hat der Ägypter binnen eines Jahres gleich vier Trophäen gewonnen. Der Erfolgshunger ist somit noch lange nicht gestillt.

„Wir haben uns als Team gut angepasst und unser Verständnis ist perfekt“, so der 28-Jährige und er fügte hinzu: „Wenn wir so weitermachen, können wir mehr erreichen. Es ist schwierig, unser derzeitiges Niveau zu halten, aber es ist nicht unmöglich.“

Seit seinem Wechsel von der Roma zu den Reds im Jahr 2017, erzielte „The Egyptian King“ 92 Tore in 145 Spielen. Davon 21 in 41 Spielen in der laufenden Spielzeit 2019/20. Er Ausnahmeangreifer gehört damit zu den absoluten Leistungsträgern im Team von Cheftrainer Jürgen Klopp.

Dass überragende Leistungen nicht unbemerkt bleiben, zeigen Anfragen aus Spanien. Sowohl Real Madrid als auch der FC Barcelona sollen in der Vergangenheit bereits bei Salahs Berater Ramy Abbas angefragt haben. Doch von einem Wechsel will Salah nichts wissen und schob neuerlich aufkommenden Wechselgerüchten höchstpersönlich einen Riegel vor. „Ich bin wirklich glücklich“, so Afrikas Fußballer des Jahres 2017 und 2018 abschließend.

Salah besitzt noch ein Arbeitspapier bis Sommer 2023 und zählt zu den Bestverdienern beim frisch gebackenen Meister. Auch wenn derartige Treuebekenntnisse im modernen Fußball mit Vorsicht zu genießen sind, scheint es diesmal so, dass Leistungsträger tatsächlich bleiben wollen. Auch Linksverteidiger Andy Robertson sagte kürzlich, dass er „nirgendwo anders sein“ will. Das Fallbeispiel Philippe Coutinho dürfte durchgedrungen sein.