Schock für Daniel Sturridge: Wie am Montagmorgen bekannt wurde, lösten der türkische Tabellenführer Trabzonspor und Sturridge den ursprünglich noch bis 2021 laufenden Vertrag in beidseitigem Einvernehmen auf. Der Grund war zunächst noch völlig unklar.

Von fehlenden Gehaltszahlungen bis zum neuen Vertrag bei Inter Miami, die Spekulationen waren weitläufig. Doch nun ist klar, der englische Nationalspieler wurde vom englischen Verband bis zum 17. Juni 2020 von allen Fußballaktivitäten gesperrt. Erst im vergangenen August war der ehemalige Liverpool-Stürmer ablösefrei an die Schwarzmeerküste gewechselt. Sein auslaufender Vertrag an der Anfield Road wurde nicht mehr verlängert.

Der englische Fußballverband (The FA) veröffentlichte ein entsprechendes Urteil des unabhängigen Berufungsausschusses. Im vergangenen Sommer war der 30-Jährige aufgrund unerlaubter Wetten durch die Aufsichtskommission bereits mit einer Geldstrafe von rund 83.000 Euro und einer sechswöchigen Sperre verdonnert worden. Jedoch hatte der Verband Einspruch gegen das Urteil eingelegt.

Der zweifache Champions-League-Sieger hatte im Januar 2018 seinen Bruder Leon beauftragt, eine Wette auf einen Wechsel zum FC Sevilla zu platzieren, erklärte die FA in ihrem Statement. Bekanntlich kam der Wechsel nach Spanien nie zustande, stattdessen verlieh Liverpool Sturridge bis Saisonende an West Bromwich Albion.

FIFA bestätigt Sperre

Der Berufungsausschuss ging mit der Beschwerde der FA d’accord, dass die Erststrafe zu mild gewesen sei und erhöhte dementsprechend das Strafmaß. Neben dem Berufsverbot muss Sturridge 150.000 Pfund (umgerechnet 174.000 Euro) blechen. Der Weltfußballverband FIFA bestätigte bereits die Sperre, die weltweit Wirkung hat.

Sturridge selbst, bezeichnete das Urteil als „verheerend“. „Ich bin absolut enttäuscht, meine Saison ist vorbei“, so „Stu“ via Facebook. „Ich möchte nur sagen, dass ich mich weiterhin dafür einsetzen werde, dass Profifussballer mit ihren Familien und engen Freunden frei sprechen können, ohne dass die Gefahr besteht, dass sie angeklagt werden.“