Unschöne Szene beim 1000. Länderspiel der „Three Lions“ im Wembley Stadium: Als Joe Gomez eingewechselt wird, hört man von den Rängen vereinzelte Buhrufe. Trainer Gareth Southgate und Teamkollege Raheem Sterling zeigten sich im Anschluss mit Gomez solidarisch.

Eigentlich sollte es nur positive Schlagzeilen nach dem gestrigen Schützenfest Englands gegen Montenegros Auswahl geben. England gewann beim Jubiläum 7:0 (5:0), dabei eröffnete Alex Oxlade-Chamberlain den Torreigen, ehe Harry Kane mit einem Hattrick nachlegte.

Doch einige vermeintliche England-Fans verdarben allen Beteiligten den Abend, indem sie Gomez bei seiner Einwechslung in der 70. Spielminute mit Buhrufen bedachten. Grund war der Zwist mit Sterling am Montag im Trainingscamp, wo Gomez von Sterling attackiert und sogar im Gesicht verletzt wurde.

Die ganze Causa schien eigentlich aus der Welt geräumt zu sein, selbst Sterling applaudierte demonstrativ bei der Einwechslung seines Teamkollegen. Trainer Southgate zeigte sich nach dem Spiel auch bestürzt ob des Vorfalls und sagte: „Joe hat absolut nichts falsch gemacht. Kein England-Spieler sollte jemals ausgebuht werden, wenn er dieses Trikot trägt. Ich kann es nicht nachvollziehen.“

Ein fader Beigeschmack an einem ansonsten wunderbaren Länderspielabend in London. Auch der Übeltäter aus der Auseinandersetzung appellierte per Twitter an die Anhänger.