Liverpool empfängt im Achtelfinale des Ligapokals am Mittwochabend Arsenal. Dabei können die Reds nach 2017 wieder das Ticket für die Runde der letzten Acht lösen.

Für Liverpool geht es nach dem kräfteraubenden 2:1-Triumph über Tottenham Hotspur in der Premier League Schlag auf Schlag. Klopps Mentalitätsmonster haben erneut Moral bewiesen und einen frühen Rückstand gedreht.

Doch das Tagesgeschäft muss nun den Pokalpflichten weichen und mit Arsenal gastiert ein krisengebeutelter Lieblingsgegner, den es zu schlagen gilt. Seit April 2015 konnten die Hauptstädter keinen Erfolg mehr gegen Liverpool verbuchen. Zudem hängt man auf Platz fünf und mit 16 Zählern am Konto in der Liga allen Ansprüchen hinterher.

Daher steht Trainer Unai Emery enorm unter Druck, um seinen Job zu retten, aber auch innerhalb der Mannschaft brodelt es gewaltig. Die „Gunners“ verspielten am Sonntag eine 2:0-Führung gegen Crystal Palace und mussten sich am Ende mit einem enttäuschenden 2:2-Unentschieden begnügen.

Und es kam noch dicker: Kapitän Granit Xhaka war über seine Auswechslung dermaßen erbost und sorgte mit seinen Gesten für jede Menge Diskussionsstoff. Bei seiner Herausnahme wurde er vom Heimpublikum ausgebuht – als Gegenreaktion gestikulierte provozierend in Richtung der Fans und beleidigte diese mit den Worten „Fuck off“.

Anschließend warf Xhaka sein Trikot zu Boden und verschwand im Spielertunnel. In der anschließenden Pressekonferenz kündigte der Cheftrainer bereits an, dass dem Schweizer eine klubinterne Bestrafung droht. „Xhaka war im Unrecht“, erklärte der Baske nach dem Spiel. „Wir werden jetzt ruhig bleiben, mit ihm sprechen und dann im Klub entscheiden.“

Auch die Personalie Mesut Özil sorgt in Nordlondon für eine Menge Gesprächsstoff. Der Mittelfeldakteur ist für Emery schlicht und einfach nicht mehr existent. In der laufenden Saison kam der 31-Jährige nur zu zwei Kurzeinsätzen, aber das könnte sich heute Abend möglicherweise ändern.

Wie Emery wird auch Trainerkollege Jürgen Klopp die Rotationsmaschine anwerfen und neben den Reservisten auch den Youngsters neuerlich eine Bühne bieten, um sich für weitere Einsätze zu empfehlen. Die Stammelf soll im Pokalschlager an der Anfield Road weitgehend geschont werden.

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Wie vor zwei Tagen bekannt wurde, droht Joel Matip wegen Kniebeschwerden bis zu sechs Wochen auszufallen. Neben dem Kameruner ist auch Xherdan Shaqiri derzeit kein Thema sowie der Langzeitverletzte Nathaniel Clyne.

Es ist davon auszugehen, dass eine nahezu neue Elf auf dem Platz stehen wird. Co-Trainer Pepijn Lijnders hat bereit bestätigt, dass Nachwuchskeeper Caoimhin Kelleher im Kasten stehen wird.

Während Joe Gomez als startet, könnte Sepp van den Berg für eine nominelle Überraschung in der Innenverteidigung sorgen. Als Außenverteidiger dürften Yasser Larouci und James Milner zum Zug kommen. Da Ki-Jana Hoever bei der U17-Weltmeisterschaft mit den Niederlanden in Brasilien verweilt, rückt Neco Williams im Kader nach.

Im Mittelfeld müsste es schon mit dem Teufel zugehen, wenn nicht zumindest Alex Oxlade-Chamberlain, Naby Keita oder Adam Lallana startet. Aber auch Curtis Jones hat gute Karten, seinen dritten Profieinsatz zu absolvieren.

Jones hat jedoch auch die Chance im Angriff neben Divock Origi, Rhian Brewster oder Harvey Elliott aufzulaufen. Mit 16 Jahren und 209 Tagen könnte Elliott zum zweitjüngsten Spieler der Klubgeschichte avancieren, der ein Profi-Pflichtspiel bestreitet. Mohamed Salah, Sadio Mané und Roberto Firmino erhalten eine verdiente Verschnaufpause.

Arsenal wird ebenso eine Schar von Nachwuchsspielern mitnehmen und wohlmöglich auch einsetzen. Xhaka hingegen hat die Reise an die Merseyside wegen dem Disziplinarverfahren erst gar nicht angetreten.

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