Liverpool befindet sich in fortgeschrittenen Gesprächen mit dem US-Sportartikel-Giganten Nike, dass berichtet zumindest Mark Ogden von ESPN FC.

Beide Parteien befinden sich in einer heißen Phase und der neue mögliche Mega-Deal könnte sogar das Abkommen zwischen Adidas und Manchester United in Höhe von 750 Millionen Pfund (umgerechnet 943 Millionen Euro) hinter sich lassen. Es soll der höchstdotierte Sponsorenvertrag der Premier-League-Geschichte werden, sagen Branchenkenner. Konkret: Die 1-Milliarde-Grenze soll bei einer Laufzeit von zehn Jahren geknackt werden.

Das äußert lukrative Übereinkommen soll jedoch nicht ganz in der Region zwischen dem FC Barcelona und Nike angesiedelt sein. Die Katalanen streichen bis 2028 pro Jahr 100 Millionen Euro ein. Etwas mehr als der Deal zwischen Real Madrid und Adidas (980 Millionen Euro bis 2025).

Dennoch hat eine Marktforschung ergeben – die von LFC-Geschäftsführer Billy Hogan in Auftrag gegeben wurde – dass der fünfmalige Champions-League-Sieger mindestens das gleiche Wirtschaftsniveau wie der Erzrivale aus Manchester erreichen kann.

An der Anfield Road gab es zunächst bedenken, dass die Major-Partnerschaften mit Barcelona, Paris Saint-Germain, Tottenham und Chelsea (Nike) beziehungsweise Real Madrid, Manchester United und FC Bayern München (Adidas) den Markt gesättigt hätten.

Im Geschäftsjahr 2017/2018 betrug der Umsatz von Nike weltweit rund 36,4 Milliarden US-Dollar. Der nach der griechischen Göttin des Sieges benannte US-Konzern mit Hauptsitz in Beaverton (US-Bundesstaat Oregon) ist der größte Sportartikelhersteller der Welt.

New Balance noch im Rennen

Liverpool hat auch Gespräche mit Adidas und Puma (beide aus Herzogenaurach) geführt, jedoch wurden die Dialoge nicht weiter vertieft, im Gegensatz zu den Verhandlungen mit Nike, wie der TV-Sender weiter vermeldet.

Da New Balance das Erstverhandlungsrecht (Matching Right) besitzt und gleichziehen könnte, ist das in Boston angesiedelte Unternehmen noch nicht aus dem Rennen, wobei man ohne Zweifel unter Druck steht.

Ob New Balance auch so tief in die Tasche greifen will wie der nordamerikanische Konkurrent, bleibt zum gegenwärtigen Zeitpunkt abzuwarten. Simon Hughes vom englischen Independent will indessen erfahren haben, dass New Balance nicht gewillt sei mehr als 86 Millionen Euro pro Jahr zu bezahlen.

Fakt ist, dass sich Liverpool in einer einzigartigen Position befindet und sich den Ausrüster praktisch aussuchen kann, wie auch CEO Peter Moore im Januar bekräftigte. New Balance ist seit 2015/16 offizieller Ausrüster der Reds, dafür kassiert Liverpool 45 Millionen Pfund pro Jahr (umgerechnet 51 Millionen Euro). Der Vertrag läuft noch bis 2019/20.