Der Traum vom ersten Meistertitel seit 1990 lebt weiter. In einem aufregenden Spitzenspiel setzten sich die Reds im 227. Aufeinandetreffen gegen Arsenal mit 5:1 (4:1) durch. Als wäre das nicht genug, stolperte Tottenham als erster Verfolger gegen Wolverhampton. Die Spurs gingen im Wembley 3:1 (1:0) baden.

Jürgen Klopp schickte seine stärkste Truppe gegen Arsenal auf den Rasen. Dabei nahm der Cheftrainer nur eine Änderung in seiner Startelf vor.

Die Abwehr blieb vor Keeper Alisson Becker mit Andy Robertson, Virgil van Dijk und Trent Alexander-Arnold unverändert. Im Zentrum wurde Jordan Henderson für Fabinho getauscht, der mit Gini Wijnaldum auf der Doppel-Sechs agierte.

Offensiv wurde die mit Xherdan Shaqiri, Roberto Firmino, Sadio Mane und Mohamed Salah die volle Bandbreite aufgestellt. Tore sind unter diese Konselation garantiert.

Arsenal Coach Unai Emery verzichtete im Angriff überraschenend auf Alexandre Lacazette und setzte zunächst auf eine 3-4-3-Formation. Alex Iwobi erhielt den Vorzug.

Spektakuläre Anfangsphase

Firmino (7.) und Iwobi (9.) versuchten es in er Anfangsphase mit Nadelstichen. Doch die frühe Führung erzielten die Gäste aus London Nach einem Ballgewinn auf der linken Außenbahn dribbelte Iwobi in den Straufraum und flankte umgehend halbhoch auf den langen Pfosten. Dort stand Maitland-Niles genaud richtung und musste nur noch seinen Fuß hinhalten. 1:0 aus Sicht der Gäste (11.)

Reds schlagen eiskalt zurück

Die Hausherren waren aber nicht geschockt und antworteten innerhalb von 91 Sekunden durch einen Firmino-Doppelpack prompt. Erstmals nach acht Monaten erzielte der Brasilainer wieder ein Tor an der Anfield Road.

Der Ausgleich (14.) war noch Ballglück geschuldet, umso sehenswerter war der Führhungstreffer zum 2:1 (16.). Erneut kam Firmino mit Tempo in den Bereich des gegnerischen Straufraums. Erst düpierte er Shkodran Mustafi, ehe auch Soktratis dem Slalomlauf zum Opfer fiel. Die letzte Hürde Bernd Leno stellte kein Problem da – mit einem trockenen flachen Rechtsschuss war auch der deutsche Schlussmann geschlagen.

Brutale Konsequenz

Nach und nach beruhigte sich das Spiel und Liverpool begann das Spiel zu kontrollieren. Arsenal suchte aber weiterhin den Zug nach vorne, um den Spielaufbau konsequent zu stören. Doch statt dem Ausgleich nahe zu sein, legte Liverpool nach einer halben Stunde nach.

Nach einer vorbildhaften geklärten Ecke, landete das Leder umgehend auf wieder auf die linke Sechzehnerseite. Salah legte via Dropkick auf Mané quer, der die Kirsche aus kurzer Distanz unter die Latte knallte: 3:1 (32.) und Anfield stand Kopf. Liverpool nutzte nahezu jede Torchance eiskalt.

Salah versenkt Elfmeter erneut

Und es kam für die Nordlondoner noch schlimmer. Nach einem Sahne-Abstoss von Alisson auf Firmino, leitete die Nummer 9 umgehend auf Salah weiter. Der Ägypter tauchte an der rechten Grundlinie des Sechzehners vor Soktratis. Der Grieche wusste sich jedoch nicht anders zu helfen als zweimal in die Waden Salahs zu stochern, woraufhin dieser zu Boden ging. Schiedsrichter Michael Oliver blieb keine andere Wahl und zeigte umgehend auf den Punkt.

Den anschließenden Straftoß verwandelte der Gefoulte erneut. Mit einem wuchtigen Schuss in die Tormitte erhöhte Salah auf 4:1. Leno war zwar noch mit der rechten Hand dran, blieb aber chancenlos. Salah zog mit 13 Treffern in der Torschützenliste mit Pierre-Emerick Aubameyang gleich.

Fun Fact: Aubameyang hatte im ersten Durchgang nur sieben Ballkontakte, vier davon bei Anstößen. Während Emery zur Halbzeit auf eine Fünfer-Kette umstellte und Laurent Koscielny für Mustafi ins Spiel brachte, nahm Klopp zunächst keine Änderungen vor.

Bei Teams machten da weiter, wo sie 15 Minuten zuvor aufehört haben. Zunächst scheiterte Aubameyang (55.) in Abseitsposition gnadenlos vor dem Kasten, ehe Firmino (58.) aus etwa 18 Metern mit einem wuchtigen Schuss Leno erfolglos testete.

Die Gastgeber nahmen nach einern komforatbeln 4:1-Führung das Tempo aus dem Spiel. Klopp reagierte erstmals und brachte Kapitän Jordan Henderson für Mané. Die Marschroute war klar, absichern. Eigentlich.

Erster Premier-League-Dreierpack für Firmino

Der Unparteiische zeigte zum zweiten Mal am Abend auf den Elferpunkt. Nach einer Henderson-Flanke in Box stößt Kolašinac Lovren mit Ellenbogen in den Rücken. Eine klarer Fall.

Bobby krönte seine Leistung mit einem Hattrick. Der Ex-Hoffenheimer verwandelte mit dem Innenrest ins rechte Eck souverän. 5:1 nach 65. Spielminuten. Wahnsinn!

Liverpool musste nicht mehr und Arsenal hatte keine Mittel. Nach einem Foul von Clyne an Lacazette in der Box blieb ein dritter Elfmeterpfiff (85). aus.

Am Ende blieb es beim fulminanten Kantersieg. Der zweite 5:1-Erfolg binnen vier Jahren. Die „Gunners“ gerieten im Feburar 2014 in Anfield unter die Räder.

Nach der bitteren Europa-League-Final-Niederlage 2016 rächte sich Jürgen Klopp erstmals an Unai Emery. Es war die höchste Klatsche für den spanischen Erfolgstrainer.

Die Klopp-Mannen (54) bauten die Tabellenführung auf neun Punkte aus. Manchester City (44) kann am Sonntagnachmittag bei einem Sieg gegen Southampton mit einem Sieben-Punkte-Rückstand wieder an den Spurs (45) vorbeiziehen.

Spielinfos

Tore
0:1 – Maitland-Niles (11./Iwobi)
1:1 – Firmino (14.)
2:1 – Firmino (16.)
3:1 – Mané (32.)
4:1 – Salah (45+2./Elfmeter)
5:1 – Firmino (65./Elfmeter)

Karten
Robertson (26./Gelb)
Xhaka (33./Gelb)

Premier League
20. Spieltag

Schiedsrichter
Michael Oliver

Austragungsort
Anfield

Liverpool FC
Alisson – Alexander-Arnold, Lovren, van Dijk, Robertson (83. Clyne) – Fabinho, Wijnaldum (78. Lallana) – Shaqiri, Firmino, Mané (62. Henderson) – Salah

Ohne Einsatz: Mignolet, Keita, Origi, Sturridge

Newcastle United
Leno – Lichtsteiner, Mustafi (46. Koscielny), Sokratis, Maitland-Niles – Torreira, Xhaka – Iwobi, Ramsey, Kolasinac (81. Guendouzi) – Aubameyang (71. Lacazette)

Ohne Einsatz: Cech, Elneny, Willock, Saka

Red Fellas – Man of the Match
Roberto Firmino

Nächstes Spiel
Manchester City (A)
Premier League – 21. Spieltag
3. Januar – 21.00 Uhr