Sadio Mané hat 300 Trikots für sein Heimatdorf Bambali gekauft. Damit nicht genug: Im Norden Senegals könnte es zu einem Ausnahmezustand kommen.

In Worten Dreihundert. Diese Anzahl an Trikots hat der Angreifer dem senegalesischen Dorf Bambali zukommen lassen. Der berühmteste Sohn aus der Region Sédhiou möchte am Ende nicht nur als Sieger empfangen werden. Der 26-Jährige hat im Rahmen einer Pressekonferenz ein Versprechen abgegeben.

„Ich erinnere mich an das Spiel zwischen Liverpool und AC Milan“, erklärte Mané. „Liverpool lag 3:0 hinten, dann 3:3 und letztlich das Elfmeterschießen. Als Jugendlicher habe ich das Finale mit einem meiner besten Freunde im Dorf verfolgt.“

„Nach dem 3:0 konnte er nicht mehr weiterschauen und ist davongelaufen. Er war total fertig. Zum Ende des Spiel kehrte er zurück und konnte es nicht glauben. Bis heute hat er es nicht realisiert. Damals habe ich Liverpool nicht unterstützt, ich war Fan von Barcelona“, räumte der Senegalese ein.

Dreizehn Jahre später könnte Mané mit seinen Teamkollegen unter anderem in die Fußstapfen von Steven Gerrard, Xabi Alonso und Jamie Carragher treten und somit eine eigene Geschichte schreiben. „Wenn mir jemand gesagt hätte, dass ich ein Finale bestreiten werde, würde ich sagen, dass es etwas Außergewöhnliches in meinem Leben ist. Hoffentlich gewinnen wir“, fügte der Ex-Salzburger hinzu.

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Champions-League-Titel für den Freund

Wenn am Samstagabend der Anpfiff beim Spiel zwischen Real Madrid und Liverpool erfolgt, wird das 2.000-Einwohner-Dorf Bambali jedenfalls in Rot geschmückt sein. „Niemand im Dorf wird an diesen Tag arbeiten. Meine Familie lebt noch immer dort. Meine Mutter, mein Onkel und all die anderen werden zusehen und mir die Daumen drücken.“

„Ich habe extra 300 Trikots gekauft, damit es die Dorfbewohner am Finaltag tragen können. Ich werde im Sommer nach der Weltmeisterschaft zurückkehren. Hoffentlich kann ich allen eine Siegermedaille zeigen.“

Übrigens: Jener Freund, der damals das Comeback verpasste, bat den Weltstar kein weiteres Drama auszulösen. „Ich habe gestern noch mit ihm telefoniert“, sagte Mané. „Er ist ein großer Fan des Klubs. Er lebt immer noch im Senegal. Sein Name ist Youssouph Diatta. Er hat mich gebeten, diesmal keinem 3:0-Rückstand hinterherzulaufen.“