Die englische Premier League hat den Großteil der Fußball-Fernsehrechte für Großbritannien für rund 5 Milliarden Euro (4,5 Milliarden Pfund) an den TV-Sender Sky und die BT Group verkauft.

Das teilte die Liga am Dienstagabend mit. Dabei handelt sich um fünf von sieben Übertragungspaketen für drei Spielzeiten: 2019/20 bis 2021/2022. Sky Sports erhielt den Zuschlag für insgesamt 128 Spiele. BT Sport erwarb die Rechte für 32 Spiele am Sonntagmittag.

Insgesamt erlöste der Verkauf der fünf Pakete mit den 128 Spielen 4,464 Milliarden Pfund. Zum Vergleich: Für den letzten Fernsehvertrag hatten Sky und BT noch 6,9 Milliarden Euro auf den Tisch gelegt und dafür die Rechte für 168 Spiele erworben.

Es war der höchstdotierteste Fernsehvertrag in der Geschichte des Fußballs. Zum Vergleich, die amerikanische Football-Liga NFL hatte vergangenen Dezember mit dem Telekommunikations-Riesen Verizon einen 2,5 Milliarden Dollar (2,1 Milliarden Euro) dotierten Mega-Deal für fünf Jahre abgeschlossen.

„Wir freuen uns, dass BT und Sky die Premier League und unsere Klubs weiterhin als einen wichtigen Teil ihres Angebots ansehen“, erklärte Liga-Chef Richard Scudamore. „Wir werden nun den Verkaufsprozess weiter vorantreiben, um das bestmögliche Ergebnis für die verbliebenen Pakete der Rechte für Großbritannien und für den Rest der Welt zu erzielen.“

Zwei Pakete noch zu vergeben

Gegenüber dem letzten TV-Deal werden ab 2019/20 mehr Spiele zu sehen sein, nämlich 200 statt bislang 168. Ab 2019 soll zudem jeweils eine Partie am Samstagabend um 20.45 angepfiffen werden. Bisher war für die Premier League mit 18:30 Uhr Schicht im Schacht.

Für die restlichen Pakete (zwei komplette Spieltage) kommen laut Scudamore „mehrere Bieter“ in Frage. So könnten Streaming-Dienste wie Amazon, Netflix, Apple oder Facebook zum Zuge kommen.

Winterpause wahrscheinlich

Die Ligaverantwortlichen gaben sich bisher bedeckt, doch die vielen Spiele über die Weihnachtstage und zum Jahreswechsel setzen den Stars zu. Verletzungen, Formschwankungen und Fitnessprobleme sind dabei nicht zu übersehen. Das soll sich jetzt ändern.

“Die Premier League führt seit Monaten mit der FA und der EFL Gespräche über die Herausforderungen den Spielplan zu entlasten und den Spielern eine Pause zur Saisonhälfte zu ermöglichen. Wir sind im Prinzip dafür offen und werden weiterhin konstruktive Diskussionen mit unseren Interessengruppen führen, um eine praktikable Lösung zu finden“, heißt es in der Aussendung der Liga.