Barcelona hofft im nächsten Monat Philippe Coutinho aus Liverpool loszureißen, doch die Chancen stehen schlecht.

Der katalanische Weltklub forcierte den ganzen Sommer lang den 25-Jährigen zu verpflichten, obwohl der Brasilianer nach Angaben Liverpools nie zum Verkauf stand. Die Reds blieben eisern und ließen Barcelona abblitzen.

Die Enthüllungsplattform Football-Leaks bekräftigte zudem nochmals den Standpunkt: „Ich möchte Sie freundlich bitten, es zu unterlassen, Philippe sowohl privat als auch öffentlich nachzustellen. Keine Summe der Welt wird uns dazu bringen, unsere Entscheidung rückgängig zu machen“, war in der E-Mail von LFC-Sportdirektor Michael Edwards zu lesen.

Ähnlich gingen die Barca-Funktionäre auch beim Buhlen um Atlético-Superstar Antoine Griezmann vor. Doch im Gegensatz zu Liverpool legten die Madrilenen offiziell Beschwerde beim Fußball-Weltverband FIFA ein. Darin wird festgehalten, dass es zum Franzosen zu einer unerlaubten Kontaktaufnahme gekommen ist. Demnach soll es bereits ein Treffen zwischen den Klubbossen und der Familie von Griezmann gegeben haben, was laut Regularien verboten ist.

Im Falle Coutinho jedoch, wird Barcelona auch weiterhin auf Granit beißen. Im Gespräch mit Sky Sports, sagte der bekannte und üblich bestens informierte spanische Journalist Guillem Balague, dass Liverpool Coutinho auch weiterhin nicht verkaufen werde. „Barcelona ist nicht optimistisch, dass er im Winter wechselt“, so Balague. „Sie werden im Januar zwar nochmals ein Angebot unterbreiten, aber Liverpool ist nicht daran interessiert ihn zu verkaufen.“

Eine Nachricht, die allen Fans Grund zur Freude gibt, zumindest bis Sommer 2018. Früher oder später wird es die Nummer 10 wohl oder übel nach Spanien ziehen. So wie auch schon Luis Suárez, Xabi Alonso, Javier Mascherano oder Álvaro Arbeloa.

Trotz der ganzen Nebenschauplätze liefert der Brasilianer im Mittelfeld Woche für Woche herausragende Leistungen. Mit 11 Toren und sieben Assists ist er unbestritten das Herzstück der Mannschaft.

Coutinho wechselte vor fünf Jahren von Inter an die Merseyside. Ex-Reds-Manager Brendan Rodgers legte damals vergleichsweise lächerliche 13 Millionen Euro auf den Tisch. Der Nationalspieler entwickelte sich in dieser Zeit vom vermeintlichen Serie-A-Flop zu einem der besten Spieler der Welt. Sofern er am zweiten Weihnachtsfeiertag nicht der Rotation zum Opfer fällt, wird der Magier gegen Swansea sein 200. Spiel im Trikot der Reds bestreiten.