Marko Gruji? soll im Januar verliehen werden, wobei nicht der gleiche Fehler wie bei Lazar Markovi? gemacht werden soll.

Zoran Stojadinovi?, der Agent des Youngsters bestätige in den gestrigen Abendstunden eine bevorstehende Leihe bis zum Sommer. Er betont jedoch, dass sein Schützling nur innerhalb Englands verliehen werden soll.

Der 21-Jährige, der 2016 von Roter Stern Belgrad an die Merseyside gewechselt war und einst eine bockstarke Pre-Season spielte, kam in der laufenden Saison lediglich auf 109 Einsatzminuten – für ein Juwel seines Kalibers viel zu wenig.

Trotz der Verletzungen, sowie dürftigen Leistungen von Kapitän Jordan Henderson und Emre Can in den letzten Wochen, kam Gruji? unter Manager Jürgen Klopp in der Premier League kaum bis gar nicht zum Zug.

In 13 Ligaspielen kam er auf mickrige 13 Minuten. Sein letzter Einsatz über die volle Distanz liegt bereits mehr als zwei Monate zurück, als Liverpool in Leicester im Ligapokal (2:0) ausschied. Für Liverpools U23 bestritt der gebürtige Belgrader 4 Spiele. drei davon über 90. Minuten.

Gegenüber der serbischen Boulevardzeitung Blic hebte Stoajdinovi? hervor, dass man keinesfalls den Fehler wie bei Lazar Markovi? machen werde. „Gruji? muss im Januar den Klub verlassen, zu einem Klub, wo er regelmäßig spielen wird“, sagt der Ex-Sportdirektor von Crvena Zvezda.

„Es muss zwingend ein englischer Klub sein. Wäre Lazar mein Klient gewesen, hätte ich nicht zugelassen das er England verlässt“, so Stoajdinovi? weiter.

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Markovi? wurde 2015 unter Ex-Coach Brendan Rodgers zu Fenerbahce verliehen, bevor es 2016 zu einer viermonatigen glücklosen Weitergabe an Sporting Lissabon kam und er anschließend für weitere vier Monate bei Hull City landete und letztlich in der Bedeutungslosigkeit verschwand.

Der erst 23-Jährige Serbe spielt in den Plänen von Klopp keine Rolle mehr. Ein Abnehmer im Sommer fand sich jedoch keiner.

„Er wechselte das Land, den Fußballstil, das Temperament und das Klima, deshalb war seine Rückkehr zur Liverpool eine ‚Mission Impossible‘. Damit Gruji? kein ähnliches Schicksal droht, werden wir nicht die gleichen fahrlässigen Fehler begehen“, zeigte sich der Agent optimistisch.

„Marko wird in Liverpool sehr geschätzt, deshalb ist er nirgendwo hingegangen, weil sie ihn nicht gehen lassen wollten. Allerdings braucht er mehr Minuten, eine Leihe ist daher für alle Beteiligten die beste Lösung.“

Jürgen Klopp hatte vor wenigen Monaten noch die Entwicklung des Mittelfeldspielers gelobt, doch die Realität sah anders aus. Dem 50-Jährigen Kulttrainer wird jedoch bewusst sein, dass mangelnde Spielpraxis Karrierefortschritte behindern, somit wird er einem Wechsel keine Steine in den Weg legen.

Stojadinovi? ist sich jedoch sicher, dass am Ende des Tages eine Leihe den Reds zugutekommen wird. „Bei seiner Rückkehr wird er sich in die Startelf drängen.“ In der Tat sind die physischen Vorteile und technischen Qualitäten des Serben unbestritten.

Gruji? wird wohl nicht der einzige Spieler sein, der Liverpool im Winter auf Leihbasis verlassen wird. Ovie Ejaria, Ben Woodburn, Harry Wilson, Daniel Sturridge und Danny Ings sind weitere Kandidaten.

Wobei letztere mit hoher Wahrscheinlichkeit ein anderes Trikot überziehen werden, damit der WM-Traum 2018 nicht platzt. Zuletzt wurde Ings mit Rafas Newcastle in Verbindung gebracht.

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Auch Gruji? hat die den Traum von der Weltmeisterschaft in Russland noch nicht aufgegeben. Durch die Entlassung von Nationaltrainer Slavoljub Muslin, der Serbien zu Endrunde führte, wurden die Karten am Balkan neu gemischt.

Sowohl er, als auch Lazios Sergej Milinkovi?-Savi? (22) waren die Nutznießer. Beide wurden ins A-Team einberufen und kamen bei der kleinen Asien-Tour Mitte November während der Länderspielpause gegen China und Südkorea sogar zum Einsatz.