Trotz der Führerschein-Affäre, denkt RB Leipzig keineswegs einen vorzeitigen Winterverkauf. Das bekräftigte Sportdirektor Ralf Rangnick nochmals in aller Deutlichkeit. 

Die Leipziger haben einen Verkauf von Naby Keita an Liverpool im Winter ausgeschlossen. „Selbst, wenn wir nicht in der Champions League überwintern sollten, würde es keinen Sinn machen, Naby früher nach Liverpool gehen zu lassen“, so Rangnick gegenüber der Leipziger Volkszeitung. „Wir wollen natürlich versuchen, uns in der Bundesliga wieder international zu qualifizieren. Und dazu brauchen wir Naby.“

Gegen Naby Keita steht der Vorwurf der Urkundenfälschung im Raum (wir berichteten). Er soll zweimal versucht haben, gefälschte westafrikanische Führerscheine in eine deutsche Fahrerlaubnis umzuschreiben. Im Falle einer Verurteilung droht dem 22-Jährigen eine saftige Geldstrafe.

Rückendeckung für Keita

Wie die Bild Zeitung am Dienstag schrieb, soll der Mittelfeldspieler von RB Leipzig ein Strafbefehl in Höhe von 415.000 Euro zugestellt worden sein. Das Amtsgericht Leipzig wollte dies weder bestätigen noch dementieren. Keitas Anwalt Endrik Wilhelm will sich zur Sache angesichts des laufenden Verfahrens nicht äußern.

RB Leipzig jedenfalls stehe hinter dem Guineer, fügte Sportdirektor Ralf Rangnick im Interview hinzu. „Wir stehen ihm natürlich zur Seite. Naby ist freundlich und umgänglich. Es fällt schwer, nicht gut mit ihm auszukommen.“

Keita hatte in Leipzig ursprünglich noch einen Vertrag bis 2020, sowie eine Ausstiegsklausel. Im kommenden Sommer hätte er den deuschen Vizemeister für festgeschriebene 55 Millionen Euro verlassen können – doch die Reds sicherten sich für 70 Millionen Euro bereits frühzeitig die Dienste des Mittelfeldmotors.

Der jedoch erst zur Saison 2018/19 an die Merseyside wechseln wird. Keita wollte eigentlich schon in dieser Saison unbedingt zu Liverpool, doch RB hatte einem Wechsel wegen der Premiere in der UEFA Champions League einen Riegel vorgeschoben.

Er unterschrieb einen lukrativen Vierjahresvertrag. Das finanzielle Gesamtvolumen des Deals wird auf 130 bis 150 Millionen Euro geschätzt.